Förderprojekte 2021

2. Förderrunde

Die TANZPAKT RECONNECT-Jury empfiehlt 91 Maßnahmen mit rund 11 Millionen Euro zur Förderung

In ihrer Sitzung vom 28. und 29. September 2021 beriet die Jury über 175 Anträge aus 12 Bundesländern. Die Juror:innen empfahlen schließlich 91 Maßnahmen zur Förderung, die mit insgesamt rund 11 Millionen Euro unterstützt werden. Damit konnten mehr als 50% der beantragten Vorhaben gefördert werden – eine erhebliche Steigerung im Vergleich zur Ausschreibung des Vorjahres.

 

Geförderte Maßnahmen:

Aktion Tanz - Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V., Köln (NRW), www.aktiontanz.de
„Connecting communities“

Aktion Tanz kooperiert mit Künstler:innen aus der freien Szene des partizipativen Tanzes, die mittels einer Ausschreibung ausgewählt werden und die aktiv an der bundesweiten Entwicklung und Ausgestaltung des partizipativen Tanzes mitarbeiten. Dies geschieht zum einen in praktischen und theoretischen Sessions und zum anderen durch Text-/Interview- und Filmbeiträge, die online zugänglich sind. Zentrale Themenbereiche sind dabei u.a. Resilienz, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit. Den Abschluss bildet eine Autumn School, die als hybride Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater Freiburg und dem E-Werk Freiburg realisiert wird. Hier werden Erfahrungen und Ergebnisse ausgetauscht, diskutiert und dokumentiert.

Anika Bendel, Nadja Dias, Laurence Nagel, Aliki Schäfer, Stuttgart (BW)
„Büro für kreative Konzeption, Produktion und Distribution für die Darstellenden Künste mit Fokus Tanz in Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart“

Die in der Region Stuttgart verorteten Kulturproduzentinnen Anika Bendel, Nadja Dias, Laurence Nagel und Aliki Schäfer schließen sich für die Gründung eines Produktionsbüros zusammen, das neben gemeinsamen Projekten mit Auftraggeber:innen auch eigene Konzeptionen umsetzen wird. Diese haben zum Ziel, die Sichtbarkeit der Tanzschaffenden, ihre strategische Weiterentwicklung, nachhaltige Arbeitsbedingungen und damit die Qualität der Arbeiten zu fördern. So sollen nachhaltige Strukturen für Kunstschaffende und Kulturproduzent:innen entstehen und die verschiedenen Tanzszene-Akteur:innen der Region Baden-Württemberg vernetzt werden.

Anna Konjetzky & Co / Playground GbR, München (BY), www.annakonjetzky.com
„In-through-around“

Die Münchner Choreografin wird mit der Förderung drei Felder ihrer Arbeit stärken. Zum einen soll der Dialog mit der lokalen Tanzszene ausgebaut werden: In Kooperation mit Münchner Künstler:innen werden im Playground Studio Begegnungsräume geschaffen sowie Trainings und Recherche-Projekte durchgeführt. Zum anderen wird die überregionale Zusammenarbeit mit Künstler:innen und Orten intensiviert. Schließlich soll das überregionale Netzwerk als stabile Stütze für die choreografische Arbeit weiterentwickelt werden, um neue Partner:innen für Koproduktionen und Gastspiele zu gewinnen, wobei hier der Aspekt der Nachhaltigkeit im Fokus steht.

Anne Kersting und Alexandra Schmidt GbR, Düsseldorf (NRW)
„MEETING POINT DRAMATURGY. Eine Tanzdramaturgie Akademie in Kooperation mit K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Sophiensaele Berlin“

Die Dramaturgin Anne Kersting und die Kulturproduzentin Alexandra Schmidt gründen eine Akademie für Tanzdramaturgie und möchten so langfristig eine Weiterbildungsplattform implementieren, die eine kontinuierliche Revision dramaturgischer Praxis befördert. Unter Weiterbildung wird dabei ein Tool zur Qualitätssicherung für Produktionsdramaturg:innen, unter Akademie eine kritische kulturpolitische und ethische Befragung des Feldes Tanzdramaturgie verstanden. Die Akademie ist ein sich untereinander informierendes Vermittlungsformat für und von der Tanzszene, bei dem sich Nachwuchsdramaturg:innen bewerben können, um im Peer-to-Peer-Austausch mit erfahrenen Akteur:innen des künstlerischen Produzierens die Anforderungen und Erwartungen an Tanzdramaturgie zu erforschen.

Antje Velsinger, Hamburg, www.antjevelsinger.com
„RE_FORM“

Die Hamburger Choreografin widmet sich der Frage, wie Rechercheergebnisse unabhängig von Live-Performances für neue Formate genutzt und auch für andere nutzbar gemacht werden können. Dazu entwickelt sie einen dreistufigen Prozess mit verschiedenen (Alltags-)Expert:innen. Teil 1: Workshops zur Reflexion der eigenen Rechercheergebnisse zur Trilogie „Bodies of Capitalism“. Teil 2: Künstler:innen-Labs, um individuelle Expertisen und Erfahrungen bzgl. des Teilens choreografischer Recherche zu analysieren. Teil 3: Austausch mit Institutionen zu künstlerischen Forschungsprozessen im Recherchekontext. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen sollen aus dem eigenen Material analoge/digitale Formate, z.B. Hörspiele, Audio-Walks o.ä. entwickelt werden.

Arnd Wesemann, Berlin, www.tanz.dance
„tanz.dance – Lust auf Tanz“

Mit tanz.dance entsteht eine Website, die mit neuen Techniken des sogenannten Scrollytellings für ausgesuchte Werke und Werkgruppen von Choreograf:innen ein „sinnliches und lustvoll“ zu lesendes Tool der Tanzvermittlung bietet. Erfahrene Autor:innen wählen dazu Choreograf:innen und deren aktuelle Werkgruppen aus, um mit Hilfe eines audiovisuellen Werkzeugkastens Reportagen über das zeitgenössische Tanzschaffen zu veröffentlichen. Das Medium des Scrollytellings soll es ermöglichen, eine Leserschaft weit über die Tanzszene hinaus anzusprechen, indem Werke in einen gesellschaftlich ansprechenden Kontext gestellt werden, der allgemein als relevant und lesenswert empfunden wird.

BACKBONE BERLIN GbR, Berlin
„BACKBONE BERLIN“

BACKBONE BERLIN realisiert ein 15-monatiges Programm zur langfristigen Förderung künstlerischer Praxis. Die „BACKBONE Sessions“ untersuchen, wie Nachhaltigkeit und eine langfristige Förderung der künstlerischen Praxis jenseits eines Modells der klassischen Tanzkompanie aussehen kann. Ein aktives Netzwerk von Tanzschaffenden wird eine Skizze von Möglichkeiten künftiger Arbeitsstrukturen für die Szene, die Institutionen sowie die Fördergeber entwerfen. Mit „BACKBONE Support“ wird darüber hinaus praktische Unterstützung für die beteiligten Künstler:innen angeboten, um u.a. die Nachhaltigkeit ihrer individuellen Projekte, die Tourneemöglichkeiten oder die finanzielle Tragfähigkeit gemeinsam zu analysieren.

Ben J. Riepe Kompanie e.V., Düsseldorf (NRW), www.benjriepe.com
„Digitale Agora - Ben J. Riepe Team & Kollaborateur*innen“

Nach der Zäsur durch die Corona-Krise soll mit der „Digitalen Agora“ ein (Wieder-) Verbinden des Ben J. Riepe Teams mit globalen Kontakten und Netzwerken aus Kurator:innen, Veranstaltungsorten, Institutionen und Festivals gelingen. Begegnung, Live-Austausch und kollaborative Prozesse verschiedener Protagonist:innen sollen innerhalb der Plattform ebenso möglich werden wie lokal-globale Kooperationen zwischen analoger und digitaler Aufführungspraxis. Auf der Ebene konkreter künstlerischer Produktion sollen digitale Machbarkeiten als Erweiterung der künstlerischen Konzeption und Praxis erlebt und entsprechende hybride und resiliente Produktionen erarbeitet werden. Ein „Digital Audience Development“ will sich darüber hinaus innerhalb der Agora mit Fragen zur Niederschwelligkeit digitaler bzw. hybrider Angebote aus Tanz/Performance befassen.

Billinger & Schulz, Düsseldorf (NRW) und Frankfurt (HE), www.billingerundschulz.de
„(to) rebuild, develop & grow“

Verena Billinger und Sebastian Schulz werden ihre Kompanie als Modell einer innovativen freien Struktur und Institution weiterentwickeln, indem sie die durch die Pandemie beeinträchtigte Zusammenarbeit mit assoziierten Künstler:innen stärken und die Bereiche Management, Produktion, Akquise und Distribution weiter professionalisieren. Darüber hinaus sollen bestehende Kooperationen gefestigt und neue Partnerinstitutionen gesucht werden. Außerdem will sich die Kompanie verstärkt der Repertoirepflege widmen und ihre technische Infrastruktur gezielt für den digitalen Raum erweitern.

Ceren Oran, Unterhaching (BY), www.cerenoran.com
„‚Company‘ in Progress“

Die Choreografin Ceren Oran wird zur Stärkung ihrer Kompaniestruktur ein festes Kernteam aus Künstler:innen und organisatorischen Mitarbeiter:innen zusammenstellen. Ein besonderer Schwerpunkt wird im Bereich Produktion auf die Entwicklung von Strategien für ein nachhaltiges Booking gelegt: Zum Beispiel soll das reisende Team bei Gastspielen verkleinert und stattdessen die lokalen materiellen und personellen Ressourcen des Gastspielortes effektiver genutzt werden. Darüber hinaus werden Think Tanks zur Schärfung des künstlerischen Profils realisiert, bei denen Gastkünstler:innen themenbezogen ihre Praxiserfahrungen und ihr Wissen mit der Kompanie teilen.

Company Christoph Winkler, Berlin, www.christoph-winkler.com
„Umzug und Aufbau eines mobilen StudioLabs“

Dem Berliner Choreografen wird mit der Förderung der Umzug und der Aufbau eines neuen Studios ermöglicht. Die neuen Räume sollen so ausgestattet sein, dass sie für die Entwicklung hybrider Projekte, also analog und digital, geeignet sind. Das Ziel ist die Entwicklung eines Ortes, der nicht nur als Tanzstudio fungiert, sondern zugleich auch als Green und Infinity Screen genutzt werden kann. Das StudioLab wird auch anderen Künstler:innen in Berlin zur Verfügung stehen und ihnen den Zugang zu neuen Technologien ermöglichen. Darüber hinaus soll es als Ort für den Erfahrungsaustausch etabliert werden.

Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V., www.dfdk.de
„showcase.nord Produzieren in Hamburg – Schleswig-Holstein“

Mit showcase.nord entsteht ein Freiraum zum gemeinsamen Recherchieren und Produzieren für Tanzschaffende aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Ziel ist die Stärkung der künstlerischen Zusammenarbeit über die Grenzen der zwei Bundesländer hinweg, die Weiterentwicklung der Tanzszene in Schleswig-Holstein und die Öffnung neuer Orte für den Tanz. In drei Formaten steht das rechercheorientierte und das produktionsbezogene Zusammenarbeiten der Akteur:innen aus beiden Bundesländern im Fokus: Der „Zoom Dance Table“ ermöglicht ein erstes gegenseitige Kennenlernen. „Tanzraum HH – SH“ schafft in zweiwöchigen Arbeitsphasen eine Vertrauensgrundlage für neue mittel- und langfristige Kooperationen und in dem Modul „showcase“ geht es um das Produzieren von Stücken, die in neu für den Tanz gefundenen Veranstaltungsorten in Hamburg und Schleswig-Holstein präsentiert werden.

dancersconnect - Ensemble Netzwerk Tanz, Stuttgart (BW), www.dancersconnect.de
„Professionalisierung und Stärkung der Netzwerkstruktur“

dancersconnect wird sich im Rahmen der geförderten Maßnahme weiter professionalisieren und eine Organisationsstruktur aufbauen, die das Netzwerk und seine Mitglieder zukunftsfähig macht. Hierfür sollen Honorar- und Personalstellen sowie Weiterbildungsangebote für aktive Mitglieder geschaffen werden. Darüber hinaus wird in Kommunikations-, Organisations- und Werbetools investiert. Für die Tänzerschaft sollen bereits bestehende Angebote für Informations-, Austausch- und Netzwerkveranstaltungen ausgebaut werden. Um auch langfristig auf hohem professionellem Niveau weiterarbeiten zu können, sollen zudem Strategien der Weiterfinanzierung nach Ablauf der Förderung entwickelt werden.

deufert & plischke GbR, Schwelm (NRW), www.spinnereischwelm.net
„Spinnerei Schwelm“

Mit der Förderung wird der Betrieb und die Ausstattung des von deufert&plischke gegründeten Kunst- und Arbeitsortes „Spinnerei Schwelm“ finanziert. In einer Stadt, die weder ein zeitgenössisches Theater noch einen anderen Ort für Tanz besitzt, soll die „Spinnerei Schwelm“ mehrere Funktionen erfüllen: Sie fungiert als Atelier, das mit der Einrichtung eines professionellen Medienstudios die für deufert&plischke wichtige künstlerische Arbeit in den Bereichen Film und Fotografie ermöglicht. Als öffentlicher Veranstaltungsraum dient sie der Durchführung und Präsentation eigener Kunstprojekte und der Veranstaltung von Workshops für ein lokales Publikum. Gleichzeitig bildet sie die Organisationsbasis, von der aus die Kompanie ihre Projektarbeit auf nationaler und internationaler Ebene koordiniert.

DIN A 13 tanzcompany, Köln (NRW), www.din-a13.de
„DIN A 13 – RELOAD“

Erstmalig gibt es mit M.A.D.E. in Deutschland die Möglichkeit einer professionellen Weiterbildung im Bereich mixed-abled Tanz für Tänzer:innen mit und ohne körperliche Behinderung. Das Programm wurde 2019 von der DIN A 13 tanzcompany als Pilotprojekt gestartet, um den mixed-abled Tanz langfristig als Kunstform zu professionalisieren. Im Rahmen der geförderten Maßnahme wird nun in erster Linie die personelle Struktur der Kompanie gestärkt, um die durch die Pandemie entstandene Stagnation aller Wirkungsbereiche zielorientiert voranzutreiben. Eine kontinuierliche Akquise- und Pressearbeit soll die Sichtbarkeit aller Formate erhöhen. Darüber hinaus soll die Netzwerkbildung zum Aufbau des mixed-abled Tanzes an den Hochschulen intensiviert werden.

Edan Gorlicki / INTER-ACTIONS, Heidelberg (BW), www.inter-actions.de
„Re-enACT / mehr als co-exisTANZ_ Bühnenkunst zurück ins Bewusstsein holen und gemeinsame Netzwerke stärken“

Mit dem Projekt will INTER-ACTIONS mehr Sichtbarkeit für den freien Tanz in Heidelberg und darüber hinaus schaffen. In einem ersten Schritt setzt die Kompanie an der eigenen künstlerischen Arbeit an, die nach den Einschnitten der Corona-Pandemie mit drei Stücken der choreografischen Reihe „MOLECULAR SCARS“, zusätzlichen Vermittlungsangeboten und einer verstärkten Social-Media Präsenz auf die Bühne zurückkehren wird. Darüber hinaus soll die überregionale Netzwerkarbeit intensiviert werden, um wieder mit anderen Tanzakteur:innen in direkten Austausch treten zu können. In einem zweiten Schritt wird die gesamte Heidelberger Szene eingebunden: In regelmäßigen Treffen soll die Zusammenarbeit durch den Ausbau kreativer und struktureller Netzwerke weiterentwickelt werden.

EinTanzHaus, Mannheim (BW), www.eintanzhaus.de
„Was braucht ihr?“

„Was braucht ihr?“ ist ein Residenzprogramm zur Stabilisierung des Proben- und Vorstellungsbetriebs und zur Begegnung von Künstler:innen und Publikum. Das EinTanzHaus wird Ensembles und Kompanien mit seiner Infrastruktur aus Personal, Proben- und Vorstellungsraum unterstützen und dabei flexibel auf die Bedürfnisse der vielen unterschiedlichen professionellen Akteur:innen reagieren. Gemeinsam mit den insgesamt sieben Residenz-Künstler:innen will das Team passgenaue Angebote entwickeln, die die Zuschauer:innen vor Ort aktiv miteinbeziehen, um so neue Zielgruppen anzusprechen und in einen engeren Austausch mit den Bewohner:innen von Mannheim zu treten.

Emanuele Soavi incompany, Köln (NRW), www.emanuelesoavi.de
„VOR ORT und UNTERWEGS“

Der Kölner Choreograf setzt den durch seine erste TANZPAKT RECONNECT Förderung ermöglichten Ausbau nachhaltiger Rahmenbedingungen für Großprojekte in Zusammenarbeit mit Musikinstitutionen sowie die Entwicklung experimenteller Formate in Produktion, Kommunikation und Vermittlung fort. Die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Arbeit des Ensembles in den Bereichen Training, Bewegungsrepertoire und Recherche wird verbessert. Zudem sollen neu entwickelte partizipative Formate generationsübergreifend neue Zugänge zum zeitgenössischen Tanz im Allgemeinen und zur künstlerischen Arbeit des Ensembles im Besonderen anbieten.

Eszter Salamon / Botschaft GbR, Berlin, www.esztersalamon.net
„‚The New Planet‘ – Ökologie der Wissensproduktion, Inklusivität, Nachhaltigkeit: hin zu einer transdisziplinären Kunst“

Die Berliner Choreografin wird im Rahmen ihrer Förderung ihre Arbeitsstrukturen überarbeiten und nachhaltiger gestalten, z.B. indem sie verstärkt in längerfristigen Kooperationen mit Gruppen und Institutionen vor Ort arbeitet, um einen intensiveren Dialog zu ermöglichen. Zudem strebt sie eine größere strukturelle und inhaltliche Erweiterung ihres Archivs an: Entstehen werden eine Monografie und ein Katalog sowie Videodokumentationen bestehender Performances. Darüber hinaus sollen choreografisch-filmische Arbeiten und Videoinstallationen als eigenständige Kunstwerke für einen musealen Kontext entstehen. Durch die alternative Präsentationsform sollen ihre Werke nachhaltiger wirken und neue Publika erschließen.

Eva Meyer-Keller, Berlin, www.evamk.de/works
„BLICKPUNKTE - Nachhaltige Netzwerke schaffen und auf der Grundlage von Austausch arbeiten“

Die Berliner Choreografin wird ihre Anschlussförderung dazu nutzen, die begonnene Arbeitsstruktur weiterzuentwickeln, zu verstetigen und langfristig zu stabilisieren. Dies betrifft u.a. die neue Zusammenarbeit mit der Diffusionsagentur Something Great, mit der eine nachhaltige Strategie für Touring und die Akquise von Kooperationspartnern entwickelt werden soll. Zudem wird Eva Meyer-Keller den Fokus auf die Arbeit an und mit ihrem Archivmaterial legen, um dieses aufzubereiten, zu reflektieren und mit verschiedenen Projektpartner:innen darüber in Austausch zu treten. Darüber hinaus wird sie weiter an dem begonnenen Konzept für ein Symposium bzw. Veranstaltungsreihe arbeiten und das Format REACH OUT weiterführen.

fabien prioville dance company, Düsseldorf (NRW), www.fabienprioville.com
„Versuch über Streaming Kanäle und Social Media Plattformen und deren Durchlässigkeit für den zeitgenössischen Tanz“

Die Arbeiten des Düsseldorfer Choreografen verorten sich seit jeher im Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und physischen Körpern. Der Forschungsschwerpunkt der geförderten Maßnahme baut auf den im Laufe der Pandemie gewonnenen Erkenntnissen bezüglich Liveness in den Darstellenden Künsten auf. Der Fokus liegt dabei jedoch maßgeblich auf Streaming-Formaten und Verhaltensweisen, die über eine reine Funktionsanalyse bereits bekannter Plattformen wie z.B. TikTok oder YouTube hinausgehen. Vielmehr wird ein Versuchsaufbau entwickelt, der physisches Publikum/Performance und digitale Entsprechung miteinander verbindet und kollidieren lässt.

fabrik moves, Potsdam (BB), www.fabrikpotsdam.de/format/28
„DiR - Dance in Residence Brandenburg II“

Mit "DiR Brandenburg II" werden die im Rahmen der ersten TANZPAKT RECONNECT Förderung entwickelten Strukturen gesichert und ausgebaut sowie neue Module im Bereich Partnerschaften für den Tanz entwickelt. Die trotz Corona-Krise mit "DiR" erfolgreich entwickelte Vernetzung und Stärkung der Brandenburger Tanzlandschaft hat bereits in den ersten 10 Monaten wichtige Akzente für die Tanzszenen und deren Wahrnehmung in Brandenburg gesetzt. Gerade vor dem Hintergrund der ökonomischen Auswirkungen der Coronakrise und dem spürbaren Druck auf zukünftige Kulturfinanzierung ist das Konzept eine wesentliche Initiative, um den Tanz in der Region mittelfristig nicht nur weiterzuentwickeln, sondern überhaupt zukunftsfähig zu machen.

fabrik moves, Potsdam (BB), www.explore-dance.de
„Netzwerk Tanz für junges Publikum“

Einschränkungen der Pandemie haben den Bereich Tanz für junges Publikum besonders stark getroffen. Um ihn nachhaltig in Kulturpolitik und -praxis zu etablieren und institutionelle Partner zu gewinnen, entwickeln fabrik moves und die Netzwerkpartner des Modellprojektes „explore dance” unter dem Titel „Netzwerk Tanz für junges Publikum” ein umfassendes Recherche- und Vernetzungsvorhaben. U.a. laden Think Tanks Akteur:innen zu Fachaustausch und gemeinsamer kulturpolitischer Strategieentwicklung ein. Zoom-Veranstaltungen ermöglichen Wissenstransfer mit Kolleg:innen auf regionaler bis europäischer Ebene. Gesprächsformate vertiefen die Dialoge.

FELD Zentrale für junge Performance e.V., Berlin, www.jungesfeld.de
„FELD_FUSION“

„FELD_FUSION“ dient der Entwicklung neuer Programm- und Vermittlungsformate, die auf der Ebene der Personal- und Managementstruktur entsprechend unterfüttert werden sollen. So soll das Tanzprogramm im FELD-Theater nach innen wie nach außen wieder belebt und nachhaltig gestaltet werden. Der partizipative, intergenerationale Ansatz des Programms, der gerade begann zu florieren und auf großes Interesse bei den Zuschauer:innen traf, kam während der Pandemie zum Erliegen. Diese Fäden werden nun wieder aufgegriffen, Künstler:innen zusammengebracht und eine gemeinsame Austauschplattform über intergenerationale, inklusive Arbeiten eingerichtet.

FLUX e.V., Mannheim (BW), www.flux-rhein-neckar.com
„FLUX CONNECTS: FORSCHEN, GESTALTEN, PERFORMEN“

Der Verein freier Tanzschaffender des Rhein-Neckar Gebiets widmet sich den komplexen Herausforderungen und diversen Potenzialen für Tanz in der Region. In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg und dem EinTanzHaus Mannheim entstehen neue Formate mit dem Fokus auf Vernetzung, Sichtbarkeit, Verbesserung von Produktionsstrukturen und Audience Development. Das Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die die Rahmenbedingungen für die Arbeit des Vereins nachhaltig sichern und verbessern, sowie Synergieeffekte zwischen freier Szene und Theaterhäusern zu erzeugen. Als künstlerisches Pilotprojekt wird im Oktober 2021 „SHARED SPACES“ als erstes städteübergreifendes Tanzfestival in Heidelberg und Mannheim realisiert. Dieses Festival, mit Fokus auf künstlerische Recherche und Kollaboration, dient dem Verein als Blaupause für zukünftige Kooperationsprojekte.

Fokus Tanz I Tanz und Schule e.V., München (BY), www.fokustanz.de
„Reach Out“

In Zeiten der Pandemie will FOKUS TANZ dazu beitragen, dass Tanz in München weiterhin in seiner ganzen Bandbreite sichtbar und erlebbar bleibt. Hierzu entwickelt der Verein Programme und Formate, um Beziehungen und Kooperationen wieder aufzunehmen und Begegnungen zwischen Akteur:innen und Zuschauer:innen zu ermöglichen. Ziel ist es, junge Menschen in Schulen und auf dem Weg in die künstlerische Professionalität zu adressieren und neue Orte im städtischen Raum zu suchen und zu bespielen. Zur Unterstützung bei der Realisierung des Vorhabens lädt FOKUS TANZ Expert:innen dazu ein, die Arbeit in diskursiven Formaten zu begleiten.

Freie Darstellende Künste Bremen e.V., Bremen, www.lafdk-bremen.de
„DANCE_NETWORK_BREMEN“

Mit der geförderten Maßnahme sollen neue Impulse für die lokale Tanzszene gegeben, die Arbeits- und Produktionsbedingungen verbessert und die Akteur:innen weiter qualifiziert werden. Ziel ist die Etablierung einer soliden Struktur für den Tanz. Um das zu erreichen, werden die Bereiche Profitraining und Workshops ausgebaut, die Anbindung an Theaterhäuser und Festivals gestärkt sowie ein Residenz- und Mentoringprogramm ins Leben gerufen, das sich an das gesamte Bundesgebiet richtet. Ein Fokus der Workshops liegt auf dem künstlerischen Erproben digitaler Techniken. Zugleich soll die Sichtbarkeit des Tanzes in Bremen und überregional erhöht werden. Ein breites Kooperationsbündnis von Festivals, Theaterhäusern, Produktionsstätten und Tanzschulen unterstützt das Vorhaben.

go plastic company, Dresden (SN), www.goplasticcompany.de
„go plastic: s_pacemaker“

Die Dresdner Kompanie wird ihre bereits im Rahmen der ersten Ausschreibung von TANZPAKT RECONNECT geförderte Maßnahme fortführen. Zudem sollen die Erhöhung der Sichtbarkeit, der künstlerische und strukturelle Austausch sowie die Standortstärkung nach außen weiterverfolgt werden. Dazu gehören das „STUDIO LAB“-Format, die digitalen und analogen Aktivitäten und deren künstlerischer Vermittlung sowie die regionale, nationale und internationale Distribution. Darüber hinaus wird die strukturelle Symbiose mit der the guts company weiterentwickelt und um die Kompanie situation productions erweitert.

Heinz-Bosl-Stiftung, München (BY), www.heinz-bosl-stiftung.de
„Bayerisches Junior Ballett München – Strategic Growth 2022“

Die Heinz-Bosl-Stiftung wird die Managementstrukturen und die Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Junior Balletts München stärken, so dass es seine Tourtätigkeit in Deutschland und Europa erweitern und neue Publika für den Tanz – vor allem in tanzfernen Regionen – gewinnen kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Konzeption und Umsetzung einer neuen zweisprachigen Website, die das digitale Repertoire der Kompanie präsentiert und durch die Bereitstellung von Trailern und Teasern Gastspielhäuser bei der Publikumsentwicklung unterstützt. Darüber hinaus ist die Ausstattung eines mobilen Filmstudios für Content-Creation und Weiterentwicklung des digitalen Repertoires des Bayerischen Junior Balletts München geplant.

Helena Waldmann, Berlin, www.helenawaldmann.com
„Team-Building für innovative Tanzinterventionen“

Um ihre künstlerische Arbeit als freischaffende Tanzregisseurin fortsetzen zu können, wird Helena Waldmann ihre Arbeitsstruktur für internationale Interventionen mit den Mitteln des Tanzes wiederherstellen, die durch die Pandemie vor allem personell stark geschwächt wurde. Um politische Hürden und pandemiebedingte Hindernisse auch künftig zu überwinden, soll ein neues Team zusammengestellt werden. Als Maßnahmen hierfür sind drei Modellkonstellationen in jeweils unterschiedlichen Besetzungen vorgesehen.

Hennermanns Horde GbR, Frankfurt (HE), www.hennermannshorde.de
„Basislager Hennermanns Horde“

Mit der Weiterführung ihrer bereits durch TANZPAKT RECONNECT geförderten Maßnahme wird die Kompanie ihre Personalstruktur weiter ausbauen und ihre Tanz-Angebote national und international verstetigen. Darüber wird ein Proben- und Arbeitsort etabliert, der auch der freie Tanz-Szene in Frankfurt zur Verfügung stehen soll: Die Räumlichkeiten einer ehemaligen Druckerei sollen der Kompanie als „Basislager“ dienen, in dem professionell und konzentriert gearbeitet und produziert werden kann. Darüber hinaus soll die Netzwerkarbeit intensiviert werden, um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen weiterhin die Erfahrung bieten zu können, Tanz zu erleben und auch selbst zu tanzen.

Hermann Heisig, Berlin, www.hermannheisig.net
„keep on – SCHALLGARTEN reconnected“

Hermann Heisig setzt die bereits im Rahmen seiner ersten TANZPAKT RECONNECT-Förderung begonnene Maßnahme fort. Ziel ist es, mit Veranstalter:innen sowie Koproduktionspartner:innen erfolgreich konsistente Kontakte herzustellen und zu pflegen. Einen weiteren Schwerpunkt legt der Choreograf auf den kreativen Austausch mit Amateur:innen und Profis sowie auf die Vermittlung seiner Methodik. Die Erfahrungen der letzten Jahre seines künstlerischen Arbeitens sollen in Gesprächen mit anderen Künstler:innen und prägenden Wegbegleiter:innen dokumentiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

ID_Frankfurt - Independent Dance and Performance e.V., www.id-frankfurt.com
„Tanzpakt Frankfurt / ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main“

Die Weiterentwicklung des ID_Tanzhauses soll der Frankfurter freien Szene Raum für Austausch, gemeinsames Training, Showings und Büroarbeit bieten. Zu diesem Zweck entstehen durch temporäre Einmietungen verteilt über das Stadtgebiet Pop-up-Orte, an denen Produktions- und Recherche-Residenzen, Vermittlungsprojekte zur Einbindung der Anwohner:innen sowie Workshops für eine regelmäßige Weiterbildung der Tanzszene realisiert werden. Das Team von ID-Frankfurt steht den Tanzschaffenden für Beratungen zur Verfügung, sorgt für lokale, regionale, bundesweite und ggf. internationale Vernetzung und leistet professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Eine neue Website mit integriertem Veranstaltungskalender und digitalem Archiv präsentiert die Aktivitäten der lokalen Tanzszene und erhöht so ihre Sichtbarkeit.

IPtanz GbR, Köln (NRW), www.ip-tanz.com
„Neuformulierung und Rekonstruktion von Strategie und Vernetzung / IPtanz“

Die Kölner Kompanie wird im Rahmen der geförderten Maßnahme ihre Personalstruktur ausbauen, um so dem massiven Mehraufwand zu begegnen, der durch die sich ständig verändernden Arbeits- und Produktionsbedingungen während der Pandemie entstanden ist. Darüber hinaus soll eine Umorientierung in Produktion und Präsentation (digitale/hybride Formate) sowie in Werbung und Distribution der Arbeiten erfolgen. Zur nachhaltigen Flexibilisierung der Netzwerke und Stärkung der Sichtbarkeit ist insbesondere der Ausbau nationaler und internationaler Kontakte geplant, um die künstlerische Arbeit weiterentwickeln zu können.

Isabelle Schad, Berlin, www.isabelle-schad.net
„Emphatisch, sozial, lokal: Tanz in Zeiten der Pandemie“

Die Berliner Chroreografin wird ihre bereits durch TANZPAKT RECONNECT geförderte Maßnahme in vier Handlungsfeldern fortführen: Die Einbindung eines/r Social-Media-Experten/in wird eine zeitgemäße Kommunikations- und PR-Arbeit gewährleisten. Die kontinuierliche Instandhaltung sowie Erweiterung vorhandener Produktionsstrukturen soll die Tanzhalle Wiesenburg langfristig als einen professionellen Präsentationsort etablieren. Die während der Pandemie erprobten Open Air-Formate werden künstlerisch weiterentwickelt. Schließlich sollen der visuelle Essay „Choreografische Praxis als Leben“ und ein filmischer Dialog mit dem bildenden Künstler Laurent Goldring das digitale Archiv der Künstlerin erweitern.

Jasmine Ellis Projects, München (BY), www.jasmineellis.com
„OASIS - Tanzressourcen für München“

Die Angebote von TanzQuelle und Bad Lemons Project stärken die Netzwerkstrukturen und den künstlerischen Austausch innerhalb Münchens und mit internationalen Tanzschaffenden. Münchner Tänzer:innen können sich durch Trainings, Workshops, Mentorings und choreografische Recherchen künstlerisch weiterentwickeln. So ermöglichen die geförderten Maßnahmen der zeitgenössischen Münchner Tanzszene, lebendig und aktuell zu bleiben und bieten einen regelmäßigen Treffpunkt für eine kollaborative Gemeinschaft.

Jess Curtis Gravity, Berlin, www.jesscurtisgravity.org
„Audiodescription Service: building a community“

Seit drei Jahren bietet die Kompanie in Berlin und anderen deutschen Städten einen Audio-Deskriptions-Service für Tanz-Performances an. Diese entstehen in enger Kollaboration mit blinden Mitarbeiter:innen als Co-Autor:innen. Dank der bisherigen Förderung durch TANZPAKT RECONNECT war es möglich, eine Infrastruktur zu schaffen, die dazu beitrug, Institutionen und Publikum für das Thema zu sensibilisieren und so einen Zugang zu blinden und damit auch neuen Zuschauern zu gewinnen. Nun will die Kompanie mit insgesamt sechs Theatern enger zusammenarbeiten, für die jeweils fünf Audiodeskriptionen realisiert werden. Darüber hinaus werden in deutschlandweiten Workshops neue Beschreiber:innen ausgebildet.

Jubal Battisti, Berlin, www.jubalbattisti.com
„Envisioning Dance on Camera“

Die Pandemie hat zum einen die Nachfrage nach hochwertigen Tanzfilmproduktionen erhöht, zum anderen aber auch die Möglichkeiten aufgezeigt, durch das Medium Film einem breiten Publikum direkteren Zugang zu Tanz zu ermöglichen. Mit Hilfe seiner Förderung wird Jubal Battisti ein Foto- und Filmstudio gründen, das sich auf die Präsentation von Tanz spezialisiert. Neben der Zusammenstellung eines festen Teams und der Anmietung entsprechender Räumlichkeiten wird sich der Tänzer, Fotograf und Videoartist in den Bereichen Streaming und innovative Filmtechniken weiterbilden. Ziel ist es u.a. die Tanzszene darin zu unterstützen, das Medium Film in die künstlerische Praxis zu integrieren, das Niveau dokumentierter Vorstellungen zu erhöhen und neue Tanzfilme zu produzieren.

Kat Válastur, Berlin, www.katvalastur.com
„Förderung und Archivierung der Tanzpraxis“

Die Berliner Choreografin wird mit ihrem Team den im Rahmen ihrer ersten TANZPAKT RECONNECT Förderung begonnenen Dialog fortführen, um ihr künstlerisches Profil weiter zu schärfen. Neben der Anmietung von Räumen für ein Studio mit angeschlossenem Büro sollen ihre Mitarbeiter:innen künftig in Festanstellung beschäftigt werden. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Forschung wird die Frage stehen, wie das filmische Bild Teil einer choreografischen Komposition auf der Bühne werden kann, und ob sich so Sehgewohnheiten verändern lassen. Deshalb ist die Schaffung einer Stelle für eine Kamerafrau geplant, von der Kat Valastur lernen und so ihr künstlerisches Recherchefeld erweitern will.

LAKE Studios Berlin, www.lakestudiosberlin.com
„ABOUT DANCE / DIGITAL BODY“

Die LAKE Studios haben sich zu einer wichtigen Produktions- und Spielstätte für zeitgenössischen Tanz in Berlin entwickelt. Mit einer ersten TANZPAKT RECONNECT Förderung konnten mit dem „Tanzdiskurs Forum“ und dem Labor „Digital Body“ zwei neue Formate entwickelt und realisiert werden, die professionellen Tanz- und Performancekünstler:innen Grundlagen für Recherchen, Entwicklungen, Vernetzung und Austausch ermöglichen. Mit der Fortführung dieser Formate sollen Arbeitsstrukturen, Denkweisen und Vermittlungsmöglichkeiten in der zeitgenössischen Tanzszene neu ausgerichtet und gestärkt werden.

La Fleur, Berlin, www.lafleur.direct
„Dazwischen-Sein: Anbindung und Kontinuität für ein transnationales Tanzensemble in Deutschland“

Gemeinsam mit sieben Partnertheatern wird die Kompanie eine residenzartige Struktur ausbilden, die ihr Stabilität und langfristige Entwicklungschancen bietet. Neben gemeinsamen Trainings und Workshops für das Team wird die Personalstruktur verstärkt, um den aufwändigen administrativen Anforderungen einer transnationalen Gruppe gerecht zu werden und die Presse-, Öffentlichkeits- und Dokumentationsarbeit zu professionalisieren. Darüber hinaus sind die Anmietung und Ausstattung eines Probe- und Lagerraums geplant. Im Mittelpunkt der künstlerischen Forschung stehen die miteinander verbundenen Recherchefelder „Mobilität“ und „die Entstehung von Tanzhybriden entlang von Migrationsrouten“.

Lea Moro, Berlin, www.leamoro.com
„Arbeitsstrukturen stärken und neu denken, eine Verschränkung von Produktion – Dramaturgie - Distribution/Touring und künstlerischer Praxis“

Im Rahmen ihrer Förderung wird die Berliner Choreografin ihre Struktur in den Bereichen Produktion, Dramaturgie, Distribution/Touring und künstlerische Praxis konsolidieren und stärken. Ziel ist es, die Aufstellung dieser vier Arbeitsbereiche so zu gestalten, dass die Begleitung der künstlerischen Arbeit professionell und nachhaltig erfolgen und der pandemiebedingte Mehraufwand auf allen Ebenen aufgefangen werden kann. Darüber hinaus werden Büroräume angemietet, um die täglichen Arbeitsprozesse und die Teamkommunikation zu fördern und zu erleichtern. Zudem wird die virtuelle Plattform „Work it Out“, die Menschen, Räume, Ideen und Strukturen in unterschiedlichen digitalen und analogen Formaten in Austausch treten lässt, weitergeführt.

LIGNA GbR, Hamburg, www.ligna.org
„Infrastrukturelle Maßnahmen LIGNA GbR“

Das Performance-Kollektiv wird seine Strukturen mit einem gezielten Maßnahmenpaket stärken. Neben diversen technischen Investitionen sind die Sichtung, Auswertung und Aufarbeitung des Archivbestandes geplant. Darüber hinaus wird die zweisprachige Homepage überabeitet und grafisch neugestaltet. Um einzelne Produktionen tourfähig zu machen, werden sie übersetzt. Zudem wird das Personal im Bereich nationale und internationale Gastspielakquise aufgestockt. Ein Coaching soll die die Zukunftsfähigkeit von LIGNA auch in Bezug auf gruppeninterne Dynamiken sicherstellen.

LOFFT - DAS THEATER, Leipzig (SN), www.lofft.de
„Optimierung der Produktionsbedingungen für die Arbeit der FORWARD DANCE COMPANY“

Das LOFFT wird einige bereits in der ersten Förderrunde von TANZPAKT RECONNECT realisierte Maßnahmen verstetigen, aber auch neue Module umsetzen, die sich auf die infrastrukturelle und personelle Optimierung der Produktionsbedingungen und auf die Erhöhung der öffentlichkeitswirksamen Sichtbarkeit der FORWARD DANCE COMPANY fokussieren. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit für und Teilhabemöglichkeiten von Theaterbesucher:innen mit Einschränkungen gelegt: Mit dem Einsatz von Audiodeskriptionen und Gebärdensprachdolmetscher:innen werden Angebote für seh- und höreingeschränkte Zuschauer:innen geschaffen.

Martin Hansen, Berlin
„Martin Hansen GbR“

Martin Hansen wird seine Teamstruktur um Stellen in den Bereichen Produktionsleitung - für Gastspielakquise, Kommunikation sowie Tourmanagement - und Buchhaltung erweitern. Darüber hinaus will der Choreograf mit zwei Tänzer:innen intensiv in mehrwöchigen Blöcken arbeiten und so den Grundstein für eine langfristige künstlerische Kollaboration legen. Weiterhin wird die Miete für Atelier- und Büroräume finanziert und eine neue Website in Auftrag gegeben.

Maura Morales, Düsseldorf (NRW), www.mauramorales.de
„Festigen, Fördern, Vermitteln - Stärkung der Compagnie-Struktur und Erschließung neuer Vermittlungsfelder“

Die Düsseldorfer Choreografin wird mit ihrer Cooperativa die bereits durch TANZPAKT RECONNECT geförderten Maßnahmen weiterführen und einen eigens angemieteten Raum für Workshops, Try-Outs, Residenzen, Auditions und offene Proben nutzen. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner FFT Düsseldorf wird das Format „Pulse Labs“ realisiert, das kuratierte, produktive Begegnungen von Musiker:innen und Tanzkünstler:innen in einer künstlerischen Labor-Situation ermöglicht. Ziel des „Pulse Labs“ ist es darüber hinaus, neue Plattformen der Kooperation, neue Modelle von Allianz, Komplizenschaft und Koproduktion zu denken und zu testen.

Meg Stuart, Berlin, www.damagedgoods.be
„zero point“

Meg Stuart wird ihre TANZPAKT RECONNECT-Förderung nutzen, um „zero point“ zu gründen, einen gemeinschaftsorientierten Arbeitsraum in Berlin, der als Netzwerkknotenpunkt für Künstler aus den Bereichen Tanz, Musik, Bewegungspraktiken und bildende Kunst dienen wird. „zero point“ wird eine Reihe von Begegnungen, performativen Vorträgen und offenen Trainings anbieten. Es wird ein Inkubator für die „MysterySchool“ sein, ein entstehendes zukünftiges Projekt des Lernens und Experimentierens. „zero point“ wird in Kooperation mit dem Hebbel am Ufer Berlin - HAU, dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT Berlin) und im Dialog mit dem AADK SP realisiert.

merighi | mercy GbR, Wuppertal (NRW), www.tanz-station.de
„NEXT STATION“

Die im Rahmen einer ersten TANZPAKT RECONNECT-Förderung gegründete „Tanz Station“ in Wuppertal Barmen will ihr Angebot um den „City-Space“ ergänzen: In einem angemieteten Ladenlokal soll ein Raum entstehen, in dem u.a. Pop-up Formate und Coachings zu Leadership-/ Finanzierungsthemen durchgeführt werden können, der aber auch als Co-Working Space und Büro für das erweiterte Tanz Station-Team dienen soll. Ein weiteres Ziel von „NEXT STATION“ ist es, die pandemiebedingt Zoom-lastige Arbeit sukzessive über hybrid- und analog-Trainings- und Workshop-Formate zu erweitern und die Vernetzung mit weiteren lokalen, nationalen und internationalen Partnerinstitutionen voranzutreiben.

MS Schrittmacher GbR, Berlin, www.msschrittmacher.de
„SKART: Bewegen im ländlichen Raum Oderbruch (AT)“

Die Berliner Kompanie verlegt ihre Basis in das Oderbruch, um im ländlichen Raum verlässliche Strukturen und ein neues Publikum für das Ensemble sowie eine interagierende Form der Entwicklung und Vermittlung von performativen Formaten aufzubauen. In Wollup/Letschin will das Team um Martin Stiefermann herausfinden, welche tänzerischen und performativen Formate im ländlichen Raum funktionieren und zum Austausch mit der Bevölkerung führen. Die künstlerische Arbeit im Oderbruch bietet der Kompanie die Möglichkeit, mit vielen kleineren Vermittlungsformaten mehr Gruppenmitglieder zu beschäftigen und neue Perspektiven für Betätigungsfelder aufzurufen. Die verlässliche und kostengünstige Infrastruktur ermöglicht zusätzliche Produktionen, die vom Kernteam geplant und begleitet, dann aber autark wirken.

Noema Dance Works e.V., Düsseldorf (NRW), www.alexandrawaierstall.com
„REACH OUT“

Die geförderte Maßnahme zielt auf den strukturellen Weiterentwicklungsprozess der Düsseldorfer Choreografin Alexandra Waierstall. Sie wird ihr Team in den Bereichen Kommunikation, Marketing, Distribution und Vermittlung ausbauen und eine räumliche Basis in Düsseldorf etablieren, die als Büro und Lager dienen sowie die Arbeit stärker in der Stadt verorten soll. Darüber hinaus wird die Choreografin die Netzwerkarbeit in Düsseldorf intensivieren, um die Wahrnehmung und Sichtbarkeit ihrer künstlerischen Arbeit zu erhöhen.

nrw landesbuero tanz e.V., Köln (NRW), www.tanzmesse.com
„internationale tanzmesse nrw“

Die internationale tanzmesse nrw will unter dem neuen Namen „Agora Biennale - International Dance Meeting“ Tanzschaffende nach den pandemiebedingten Einschränkungen wieder miteinander vernetzen, Impulsgeberin für die Wiederaufnahme der Touringaktivitäten sein und auch über Ursachen und Folgen zum postpandemischen „Premierenstau” reflektieren. Die Agora im NRW Forum als dem Ort für die Präsentation der Aussteller:innen erfährt eine neue Raumarchitektur. Das Diskursprogramm „Talk & Connect“ erprobt neue Gesprächsformate und richtet den Blick auf gesellschaftliche Fragestellungen. Durch hybride Formate, neue Präsentationsformen, eine barriereärmere Gestaltung und weitere Access-Angebote werden neue Gruppen für die Teilnahme angeregt.

Offensive Tanz Berlin, www.offensive-tanz.de
„Tanz Sehen“

Während der Pandemie konnte die Offensive Tanz für junges Publikum ihr Zielpublikums (Kinder und Jugendliche, Lehrer:innen, Erzieher:innen, Sozialassistent:innen, Eltern sowie Tänzer:innen und Choregraf:innen) nur sehr eingeschränkt erreichen. Um das Projekt an die veränderte Situation anzupassen, werden nun Wiederaufnahmen einzelner Tanzstücke sowie ein entsprechend modifiziertes und ausgeweitetes Vermittlungsprogramm realisiert. Im Fokus steht dabei der Abbau von Zugangsbarrieren, u.a. durch die Entwicklung von Formen der Peer-to-Peer-Kommunikation sowie Kooperationen mit Ausbildungsstätten für Tanz. Ziel ist es, durch diese Maßnahmen die Beteiligung junger Menschen bei der Vermittlungsarbeit bewusst zu fördern.

Overhead Project / Behren & Behren GbR, Köln (NRW), www.circus-dance-festival.de
„Strukturförderung Zukunftsfähigkeit CircusDanceFestival“

Das CircusDanceFestival ist eine europaweit vernetzte Modellinstitution, die sich der Sichtbarmachung aktueller Ästhetiken sowie der Entwicklung innovativer Formate innerhalb der hybriden Spartenform Tanz und Zirkus widmet. Die Konzeption beruht auf einer Kombination aus jährlichem Festival, spartenspezifischem Residenz- und Koproduktionsprogramm, Hochschulprojekten, Jugend- und Nachwuchsförderung und diskursivem Symposium mit Publikationen. Mit der Förderung durch TANZPAKT RECONNECT soll die nachhaltige Festigung der Arbeitsstrukturen bis Ende 2022 und damit die organisatorische und kuratorische Vorbereitung und Planung des Festivals im Jahr 2023 gesichert werden.

Panzetti/ Ticconi GbR, Berlin, www.panzettiticconi.com
„Raum für das Forschen - Die Fortsetzung“

Mit Hilfe der TANZPAKT RECONNECT-Anschlussförderung werden Enrico Ticconi und Ginevra Panzetti ihre Maßnahmen aus dem Jahr 2021 weiterführen, um sich mit ihrem Team für eine Zeit nach der Pandemie aufzustellen. Geplant ist u.a. die Arbeit an nachhaltigen Touring- und Förderstrukturen. Auf künstlerischer Ebene will das Duo einen verstärkter Fokus auf Rechercheprozesse legen, in denen erstmals gemeinsam mit anderen Performer:innen neue Ideen entwickelt werden. Darüber hinaus soll ein Notationssystem erarbeitet werden, das eine Übertragbarkeit der bereits bestehenden Produktionen vereinfachen wird.

Paula Rosolen/ Haptic Hide, Frankfurt (HE), www.haptic-hide.com
„Haptic ReConnect“

Ziel des Entwicklungskonzepts „Haptic ReConnect“ ist die Stärkung der Frankfurter Kompanie in den Bereichen Organisation, Ausstattung und Ressourcen. Das Team erweitert sich um Mitarbeiter:innen für Produktionsleitung/Verwaltung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Distribution sowie Dokumentation/Archiv. Darüber hinaus sind technische Verbesserungen des Recherche-Orts im atelierfrankfurt geplant, um die künstlerischen Prozesse besser dokumentieren und gegebenenfalls an ein Publikum vermitteln zu können. In einer zweimonatigen Recherchephase soll zudem mit fünf Tänzer:innen intensiv zum Thema Elektronische Musik gearbeitet werden.

Perform[d]ance e.V., Stralsund (MV), www.performdance.de
„Re-connecting the dots - TANZ IN BEWEGUNG IN MV“

Perform[d]ance wird das Team in den Bereichen Technik und Öffentlichkeitsarbeit verstärken und die Vielfalt seiner Aktivitäten sichtbarer machen – für die Fachöffentlichkeit und das regionale Publikum. Die drei Klassenzimmerstück-Produktionen, die im Rahmen von VORPOMMERN TANZT AN entstanden sind, werden zu Bühnenfassungen umgearbeitet und sollen so als Familienvorstellungen ein neues Publikum in der Region erschließen. In einem Fachaustausch in Form von vier hybriden Arbeitstreffen mit Expert:innen aus den Bereichen Tanzproduktion, Tanzvermittlung und Tanzpublikum soll das Konzept für ein Netzwerk für Tanz in ländlichen Räumen entwickelt werden. Darüber hinaus ist ein Residenzprogramm für drei Ensembles/Choreograf:innen aus ländlichen Räumen geplant.

Polymer DMT/ Fang Yun Lo, Essen (NRW), www.polymerdmt.com
„space | lab Essen - Choreographisches Labor“

Die Essener Kompanie wird sich im Rahmen ihrer erneuten Förderung u.a. mit einem erweiterten Workshop-Programm, Weiterbildungen und Lectures auf die inhaltliche Ausgestaltung des space I lab Essen konzentrieren. Darüber hinaus sind bezahlte Forschungsstipendien, Residenzen und öffentliche Reihen mit Partner:innen geplant. So soll auch die Sichtbarkeit des zeitgenössischen Tanzes und der Arbeit der Kompanie und der IG Tanz Essen für eine breite Öffentlichkeit erhöht werden.

Ponderosa e.V., Lunow-Stolzenhagen (BB), www.ponderosa-dance.de
„Rural Research & Residencies Brandenburg“

Ziel der Fördermaßnahme ist es, Ponderosa als international bekannten und lokal verankerten Residenz- und Forschungsraum zu etablieren, zu vernetzen und zu gestalten. Bestehende und neu zu entwickelnde Recherche- und Arbeitspraktiken werden ausgebaut und dokumentiert. Daneben sollen neue Visionen eines intergenerationellen Ausbildungsprogramms erarbeitet und in bestehende Programme eingebunden, ein Mentoring für Künstler:innen gestaltet und Zugang zu Zertifizierungs- und Bildungsprogrammen recherchiert werden. Auf struktureller Ebene werden die Produktions- und Büroräume verbessert, zusätzlich sollen durch Coachings Team- und Managementstrukturen optimiert werden, um intern und extern relevante Prozesse und Diskurse zu verankern.

Public in Private, Berlin, www.publicinprivate.com
„Public in Private“

Clément Layes und Jasna L. Vinovrški wollen ein nachhaltiges Modell für die Organisation von Künstler:innen entwickeln, das deren stärkere Betreuung und Unterstützung einschließt. Darüber hinaus sollen neue Produktionsstrategien entstehen, um Kosten zu sparen und größere Synergien zwischen Künstler:innen zu schaffen. In diesem Sinne wird Public in Private erweitert: Neben der Entwicklung eigener Werke werden zukünftig auch Residenzen, kleine Veranstaltungen, Workshops und ein Mentoringprogramm angeboten. Darüber hinaus sollen die Bereiche Produktion sowie Kommunikation gestärkt und die Anmietung eines Studio finanziert werden.

Radialsystem V, Berlin, www.radialsystem.de
„Encounters“

Die zweite Arbeitsphase von „Encounters“ ist mit dem Begriff „Embodied Practices“ überschrieben und widmet sich der Überwindung einer vermeintlichen Trennung von Körper und Geist in der kuratorischen Praxis. Im Mittelpunkt soll eine Form der Wissensproduktion stehen, die mit dem Körper und der Erfahrung beginnt. Ein weiteres wichtiges Anliegen der zweiten Phase ist es, das Modell der assoziierten Kurator:innen als Alternative zu klassischen Arbeitsverhältnissen zwischen Kurator:innen und Institutionen weiterzuentwickeln. Jenseits der gemeinsamen konzeptionellen Arbeit werden die Kurator:innen dafür stärker als bisher in vielfältiger Weise gestaltend innerhalb des Programms des Radialsystems in Erscheinung treten.

Rat & Tat Kulturbüro, München (BY), www.ratundtat-kulturbuero.de
„Taking care of business“

Mit „Taking care of businnes“ wollen die Kulturproduzentinnen Katrin Dollinger, Laura Martegani und Anna Donderer in den Bereichen Kommunikation, Touring und Nachhaltigkeit neue Standards für die Münchner Tanzszene setzen: Unter anderem sollen gemeinsam mit Künstler:innen und Ensembles Strategien für Öffentlichkeitsarbeit und Audience Development entwickelt, getestet und implementiert werden. Deshalb wird das Team um eine Stelle im Bereich Presse und PR erweitert. Darüber hinaus sollen in Kooperation mit Gastspielbühnen, Booker:innen und Festivals die Bereiche Touring und Booking modular und prozesshaft strukturiert und erweitert werden.

ROXY, Ulm (BW), www.roxy.ulm.de
„TanzLabor 2022“

Mit „TanzLabor 2022“ setzt das ROXY seine mit der bisherigen TANZPAKT RECONNECT-Förderung ermöglichten Maßnahmen fort und wird dabei den Fokus auf die Unterstützung der regionalen Tanzszene legen: Das Haus stellt den lokalen und regionalen Tanzkünstler:innen seinen Studio-Raum für Vorstellungen zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Ausschreibung von zwei mehrwöchigen Residenzen speziell für regionale Tanzschaffende geplant. Mit verschiedenen Workshops unter der Leitung von erfahrenen Tanzschaffenden will das Roxy zusätzlich den Wissens- und Erfahrungstransfer für die lokale und regionale Szene nachhaltig fördern.

Sächsischer Verein zur Förderung des kulturellen Austauschs nationaler und internationaler Tanz- und Theatergruppen e.V., Leipzig (SA), www.euro-scene.de
„euro-scene (reconnents with) Leipzig“

Die euro-scene Leipzig will im Rahmen der Förderung einige Neuerungen vornehmen, welche die Strukturen für den Tanz in Sachsen stärken und die Szene international nachhaltig vernetzen sollen. Neben der Partnerschaft mit einem regionalen Associate Artist werden neue Formate zur Inklusion/Partizipation sowie zur Vermittlung der Gastspiele/Neuproduktionen entwickelt. Weitere Maßnahmen sind die Überarbeitung des Moduls „Das beste deutsche Tanzsolo“, die Koordination des Beitritts der Sächsischen Szene in das Netzwerk STUDIOTRADE, die Durchführung von Workshops, Masterclasses und Professional Training im Festivalzeitraum sowie die Einbeziehung lokaler und regionaler Tänzer:innen in das Stadtprojekt DANCEWALK.

SEBASTIAN WEBER DANCE COMPANY, Leipzig (SN), www.sebastianweber.de
„GROUND CONTROL continued“

Mithilfe der bisherigen Förderung durch TANZPAKT RECONNECT konnte die Kompanie mit dem Aufbau einer eigenen Infrastruktur beginnen und ein administratives Team zusammenstellen. Nun steht eine Erweiterung des künstlerischen Teams im Fokus: Die Beschäftigung von Understudies soll garantieren, dass alle Stücke auch bei Ausfall in der Stammbesetzung spielbar sind. Zudem soll die Position der choreografischen Assistenz zu einer ständigen Probenleitung ausgebaut werden, die Gastspiele eigenständig vorbereiten und leiten kann. Eine weitere Stelle im Bereich Tour-Management soll darüber hinaus die gezielte Ausrichtung auf den internationalen Gastspielbetrieb ermöglichen.

Sergiu Matis, Berlin, www.sergiumatis.com
„Future Histories“

Der Berliner Choreograf wird seine Kompaniestruktur in den Bereichen Produktionsleitung, Vertrieb und technische Leitung verstärken, um seine Arbeiten international präsentieren zu können. Durch den gezielten Austausch mit anderen Tanzschaffenden und das gemeinsame Überdenken und Modifizieren von künstlerischer Praxis soll zudem eine stärkere Vernetzung der lokalen Tanzszene erreicht werden. Solchermaßen wird Matis auch bei der Fortsetzung seiner künstlerischen Arbeit an der Performance-Serie „Future Histories“ unterstützt.

Sheena McGrandles, Berlin, www.sheenamcgrandles.com
„DURATIONAL AFFAIRS“

Die Berliner Choreografin will die Arbeit mit ihrem Team vertiefen, erweitern und langfristig sichern. Dies geschieht durch den Ausbau von Distribution und Touring basierend auf einer besseren Vernetzung innerhalb Deutschlands und dem Ausbau von Partnerschaften in Europa. Darüber hinaus wird sie in den Bereich Kommunikation investieren und ihre Personalstruktur in den Bereichen Produktion und Dramaturgie verstärken. Parallel dazu wird sie zwei Peer-to-Peer Arbeitsgruppen initiieren, die sich auf den Aufbau von produktiven Netzwerken konzentrieren: In einer bundesländerübergreifenden Künstler:innen-Gruppe sollen Möglichkeiten des Austauschs und der deutschlandweiten Präsentation von Produktionen erörtert werden. Die zweite Arbeitsgruppe versammelt Berliner Künstler:innen, um Wege der Unterstützung und Zusammenarbeit über Projektstrukturen hinaus zu entwickeln.

SHIBUI Kollektiv, Merzhausen (BW), www.emimiyoshi.de
„Co-Creation Ateliers und Tanzvermittlung für ein neues Zeitalter“

Neben der Anmietung eines Studios und der personellen Verstärkung des Teams in den Bereichen Produktion/Administrations sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird das Freiburger Kollektiv ein Corona-konformes Tanzvermittlungs-Programm entwickeln. Darüber hinaus sind drei jeweils zweiwöchige interdisziplinäre „Co-Creation-Ateliers“ geplant, die sich u.a. den Themen „Tanz und Raum“ sowie „Traditioneller und Zeitgenössischer Tanz“ widmen. Ziel ist der Austausch mit anderen Künstler:innen ohne Produktionsdruck.

situation productions GbR, Dresden (SN), www.annatill.de
„new situations“

Die Dresdner Kompanie will eine nachhaltige Struktur etablieren und sich personell breiter aufstellen. Das Portfolio wird um Projekte einer zweiten Künstlerischen Leitung erweitert. Im Verbund mit anderen Dresdner Ensembles werden Stellen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media sowie Distribution geschaffen und auch die Bereiche Produktionsleitung, Strategieentwicklung und Kommunikation werden personell gestärkt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Gastspielakquise für bereits existierende Produktionen und auf der Recherche für zukünftige Vorhaben. Darüber hinaus sollen cross-mediale Formate für die Vermittlung von Tanzwissen entwickelt werden.

Something Great, Berlin, www.somethinggreat.de
„Neue Schule - Pilotprojekt zum Erhalt von zeitgenössischem Tanz und darstellenden Künsten mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern“

„Neue Schule" ist ein Pilotprojekt zur Gründung eines inter-(nationalen) Forschungs- und Ausbildungszentrums in Marnitz, Mecklenburg-Vorpommern für den Erhalt von Werken des Tanzes und der darstellenden Künste. In Zusammenarbeit mit akademischen Partner:innen sollen Studien- und Lehrformen entwickelt werden, um Werke im größeren Kontext zu evaluieren, zu studieren und zu lehren. In Seminaren, Residenz-Programmen und Workshops werden so neue Möglichkeiten des akademischen Umgangs mit zeitgenössischem Tanz erprobt. Eine umfassende Dokumentation und Tage der Offenen Tür vor Ort ermöglichen allen Interessenten, Teil der „Neue Schule“ zu werden.

Stiftung Kulturpalast Hamburg, www.hiphopacademy-hamburg.de
„HipHop Stage Academy“

Ziel der HipHop Academy Hamburg ist die Etablierung und Professionalisierung der Aus- und Fortbildungsstrukturen des urbanen Tanzbereichs im Allgemeinen und des HipHop im Speziellen. Im Rahmen der erneuten TANZPAKT RECONNECT-Förderung sollen Kooperationen mit internationalen Partner:innen intensiviert und die Kompatibilität mit bestehenden Qualifizierungen überprüft werden. Das erarbeitete Curriculum soll feinjustiert, Prüfungsanforderungen und Dokumentationen standardisiert sowie die Anzahl der Studierenden auf 18 erweitert werden, was bisher pandemiebedingt und finanziell nicht möglich war. Die Ausschreibung zur Ausbildung soll bundesweit und international erfolgen. Am Ende des Förderzeitraums sollen die Bausteine für eine mögliche anerkannte Zertifizierung gelegt sein. 

STÜCKLIESEL Productions, Hamburg, www.stueckliesel.com
„EMPOWERING STRUCTURES & ARTISTS VOL. II“

Die erneute Förderung ermöglicht es dem Hamburger Büro, die Bereiche Produktion und Vermittlung zu stabilisieren, weiter zu professionalisieren und um den Bereich des systemischen Business Coachings für Tanzschaffende zu erweitern. Diese trianguläre Verbindung soll sicherstellen, dass Hamburger Künstler:innen in einer zuverlässigen und qualifizierten Struktur produzieren und sich bestmöglich entwickeln können. Gemeinsam mit den Partnerinstitutionen K3 – Zentrum für Choreographie, Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg sowie Hamburg Kreativ Gesellschaft wird ein Coaching Programm als neues Instrument zur Professionalisierung freier Tanzschaffender mit Einzel- und Gruppen-Formaten sowie thematischen Workshops erarbeitet.

Tanz-Arbeit Oberhausen, Oberhausen (NRW), www.tanzarbeitoberhausen.de
„Tanz-Arbeit Oberhausen“

Tanz-Arbeit Oberhausen verfolgt das Ziel, allen Interessierten in der Stadt möglichst langfristige sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge für ihre tänzerische Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft anzubieten. Für dieses Modell werden alle gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, genutzt: ALGI-, ALG II-, Harz 4, Mini- Midi-Job, Haupt- und Nebenberuf. Wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist ein täglich stattfindender kostenloser Tanzunterricht für Professionelle und Amateure. Darüber hinaus sollen diverse Stücke entstehen, die von den beteiligten Künstler:innen und Laien gemeinsam erarbeitet werden. Den Abschluss des Projekts bildet eine umfangreiche Dokumentation.

tanzbar_bremen e.V., www.tanzbarbremen.de
„Tanzraum – Zukunft“

Im Zentrum der geförderten Maßnahme steht die strukturelle und kulturpolitische Stärkung des Vereins tanzbar_bremen sowie der inklusiven Tanzszene in Deutschland. Durch die Etablierung eigener Arbeitsräume und die Erweiterung des Teams werden notwendige Ressourcen geschaffen, um die vielschichtigen Wirkungsfelder des Vereins zukunftsfähig aufzustellen. Tanzschaffenden mit Behinderung wird über Residenzen die Erarbeitung eigener Produktionen ermöglicht und Beratung angeboten. Darüber hinaus werden ein Büro und ein barrierefreies Gästeapartment angemietet, das in nutzungsfreier Zeit der gesamten Szene in Bremen angeboten wird. Ein Symposium zum Thema „Tanzraum - Zukunft“ bildet ein Forum für das wachsende inklusive Netzwerk im Kulturbereich.

TANZ Bremen e.V., www.tanz-bremen.com
„HYBRID ADVANCED – extended // TANZ Bremen geht raus - Verstetigung und nachhaltiger Ausbau neu gewonnener Strukturen“

TANZ Bremen wird mit der erneuten Förderung die begonnenen Maßnahmen zur Entwicklung, Erprobung und Implementierung neuer Strategien für ein zukunftsfähiges internationales Tanzfestival fortsetzen. Im Mittelpunkt steht u.a. das Ziel, einen generationsübergreifenden, internationalen, künstlerischen Austausch auf Augenhöhe zu initiieren. Darüber hinaus soll durch passgenau zugeschnittene Teilhabeformate der Zeitgenössische Tanz regional dort etabliert werden, wo er bisher gar nicht oder nur schwach vertreten ist.

Tanzbüro München, www.tanzbueromuenchen.de
„Fast Forward II“

Das TANZBÜRO MÜNCHEN greift aktuelle Themen und Bedürfnisse von Tanzschaffenden, die sich durch die Pandemie verstärkt haben, auf. Ziel ist eine erhöhte Sichtbarkeit und Wertschätzung von zeitgenössischem Tanz auf lokaler, überregionaler und internationaler Ebene. Zu diesem Zweck sollen verschiedene Filmformate – Trailer, Clips und Kurzportraits - realisiert werden, die u.a. auf einschlägigen Websites, Instagram, Infoscreen, Werbetafeln und im öffentlichen Nahverkehr präsentiert werden. Durch Präsentation ausgewählter Münchner Künstler:innen/Initiativen auf der internationalen tanzmesse nrw 2022 und die Akquise weiterer Kooperationspartner:innen für das Arbeitsformat „Meeting Points“ sollen die internationalen Netzwerkkontakte ausgebaut werden.

Tanzcompagnie Rubato, Berlin, tanzcompagnie-rubato.de
„Common Practice“

Während des pandemiebedingten Lockdowns im Jahr 2020 trainierten Jutta Hell und Dieter Baumann gemeinsam mit anderen Tanz-Künstler:innen in ihrem eigenen Proberaum und arbeiteten an selbst gesetzten Themen. Dieses kollaborative und prozessorientierte Modell wird nun verstetigt, weiterentwickelt und als Schnittstelle für projektunabhängige Wissensproduktion längerfristig gesichert. „Common Practice“ geht von einer Gruppe professionell arbeitender individueller Tanz-Künstler:innen aus und basiert auf einer nicht hierarchischen Struktur. Inhalte werden von allen Beteiligten eingebracht, diskutiert und ausgewählt.

TanzKOOP GbR, Braunschweig (NI)
„TanzKOOP“

Ziel der Fördermaßnahme ist es, dem Mangel an Produktionsstrukturen und Räumen für den freien Tanz in Niedersachen und vor allem Braunschweig zu begegnen. Mit dem TanzKOOP-Studio soll ein voll ausgestatteter Recherche- und Produktionsort in Braunschweig entstehen, der von der Tanzszene für die Tanzszene gestaltet wird. Durch zusätzliche Vermittlungsangebote wird ein Raum für (Publikums-)Interaktion und kollegialen Austausch sowie eine Plattform für Fortbildung und Vernetzung geschaffen. Darüber hinaus wird das TanzKOOP-Office den Aufbau eines landesweiten Gastspiel-Netzwerks sowie die Entwicklung von (Kommunikations-) Strategien zur Regionen übergreifenden Vernetzung der Szene übernehmen.

TANZ.media - verein zur förderung des qualitätsjournalismus im tanz, Wuppertal (NRW), www.tanz.media
„Futures of Dance Journalism - tanz.media tutorials II“

Intensive Tutorials, Seminare und Workshops sollen Journalist:innen qualifizieren, den Tanz in den digitalen Medien so zu vertreten, dass seine Sichtbarkeit erhöht wird. Gleichzeitig wird ihre Existenz als Freiberufler:innen unterstützt. Durch die minuziöse Dokumentation der Tutorials und durch die Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen auf der Website des Vereins schafft tanz.media nachhaltig Zugang zu diesem Wissen - auch bei denjenigen, die nicht an den Intensiv-Wochenenden teilnehmen können. Arbeitsgruppen, die sich während der Tutorial-Wochenenden finden, können mit neuen Ideen und Vermittlungsformen die Methoden der journalistischen Tanzvermittlung erweitern. Hierzu sind insbesondere „Vision Lab“- Formate geplant.

tanznetz.de, München (BY), www.tanznetz.de
„tanznetz.de Relaunch: Programmierung, Grafik und Sicherstellung, Aufarbeitung und Kontextualisierung des Archivs von 25 Jahren tanznetz.de“

tanznetz.de wird mit Hilfe von TANZPAKT RECONNECT den dringend notwendigen Relaunch realisieren. Dieser betrifft zum einen die zeitgemäße Programmierung und Grafik. Darüber hinaus bedarf es einer sinnvollen Aufarbeitung, Archivierung und Vermittlung des bestehenden Contents. Alle Rubriken der letzten 25 Jahre sollen verschlagwortet, kommentiert und durch sinnvolle Fotos ergänzt werden. Durch aktuelle Texte und Interviews mit Zeitzeugen werden Kontexte zur deutschen Tanzgeschichte der letzten 25 Jahre gesetzt. Außerdem soll die Maßnahme ein umfassendes Arbeitsangebot für freiberufliche Tanzjournalist:innen finanzieren, die seit Jahren ehrenamtlich zur Community von tanznetz.de beitragen.

tanz.tausch, Köln (NRW), www.tanztausch.de
„Strukturstärkung tanz.tausch – vom punktuellen Austausch zur kontinuierlichen Netzwerkarbeit“

Mit der Förderung durch TANZPAKT RECONNECT will das Kölner Tanz- und Performancefestival den Austausch der Netzwerk-Partner:innen und verschiedenen freien Tanzszenen der jeweiligen Regionen auch über die Dauer einer konkreten Ausgabe hinaus in einem kontinuierlichen Prozess verstetigen. Zu diesem Zweck soll die administrative und organisatorische Arbeit des Netzwerkes gestärkt werden. Darüber hinaus werden Produktions- und Präsentationsformate sowie Austauschmöglichkeiten für beteiligte Künstler:innen und Strategien für ein gemeinsames Audience Development entwickelt.

TanzFaktur, Köln (NRW), www.tanzfaktur.eu
„SPECTATORES LUMEN IN“

Die TanzFaktur Köln wird ihren Bühnensaal mit einer nachhaltigen LED-Beleuchtung ausstatten, um ihre Energiebilanz und das Raumklima zu verbessern. Darüber hinaus sind Maßnahmen im Publikumsbereich geplant, u.a. die Einrichtung einer Garderobe, die Installation eines Leitsystems und die Anschaffung von Fahrradständern. Schließlich soll der Lichthof des Hauses durch Begrünung und Möblierung zu einem Aufenthaltsort für die Zuschauer:innen umgestaltet werden.

TanzRAUM Nord gUG, Bremen, www.of-curious-nature.de
„A company's survival - Ensemble Of Curious Nature“

Vorrangiges Ziel der Förderung ist die Arbeitsplatzsicherung der Tänzer:innen und des Trainingsleiters des 2019 gegründeten Ensembles Of Curious Nature (OCN). Pandemiebedingt verschobene Gastspiele und Veranstaltungen sollen umgesetzt und die Kompanie für zukünftige, inhaltliche Schwerpunktsetzung neu aufgestellt werden. Mit dem Think Tank „Dekolonisierung im Tanz“ will die Kompanie ihr Profil schärfen und Impulse für Reflexion und Austausch mit der internationalen Tanzszene setzen. Eine Aufstockung der Personalstruktur garantiert die Stärkung und Neu-Positionierung des Ensembles und schafft zukünftige Planungs- und Existenzsicherung.

THE GUTS COMPANY, Dresden (SN), www.thegutscompany.net
„Nach der Krise: Komplizenschaft“

Die Dresdner Kompanie wird ein neues Outreach-Format entwickeln, das Zuschauer:innen visuelle, auditive, literarisch-journalistische und bewegungsaktivierende Angebote macht, sich der künstlerischen Arbeit jenseits der reinen Bühnenproduktion zu nähern. Mit „artist practice“ entsteht darüber hinaus ein Format zur Vernetzung, für Praxis-Austausch und künstlerische Weiterentwicklung: Die Kompanie lädt über das Jahr verteilt und thematisch an die künstlerische Produktion anknüpfend verschiedene Künstler:innen ein, ihre Praxis zu teilen, die eigene Position zu reflektieren und darüber hinaus in ein Arbeiten miteinander statt füreinander zu kommen. Außerdem ist mit „MACHT#3“ eine Neuproduktion für die Bühne in Kooperation mit HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste und Forum Gestaltung Magdeburg geplant.

Ursina Tossi, Hamburg, www.ursinatossi.hotglue.me
„URSINA TOSSi & TEAM - Queerfeminist Sensoria – Strukturförderung II“

Die Hamburger Choreografin will die im Rahmen ihrer bisherige TANZPAKT RECONNECT Förderung angelegten Strukturen aufrechterhalten, weiterführen und darauf aufbauend für eine nachhaltige und sicheren Basis für die weitere künstlerische Produktion und Distribution sorgen. Access als Mittel der Öffnung und ästhetisch-politischen Bereicherung soll dabei nicht nur auf künstlerischer und theoretischer Ebene stattfinden; sondern sich auf alle Bereiche und Beteiligten auswirken und so zur Selbstverständlichkeit werden. Durch Anwendung von Access als künstlerischem Tool sollen die ästhetischen Erfahrungen aller Zuschauer:innen erweitert werden.

Verein zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik, Leipzig (SN)
„SOMMER WIE WINTER *Tanz - Produktionen & Festivals der Schönen Künste“

Bei der geförderten Maßnahme handelt es sich um ein einjähriges Entwicklungs-Konzept zur Förderung der Leipziger Tanzszene durch den Verein für Zeitgenössische Darstellende Kunst und Musik e. V. unter Leitung der Choreografin Heike Hennig. Ziel ist es, die Organisationsstruktur des Vereins weiter zu professionalisieren. Darüber hinaus sollen nachhaltige Strategien der kollektiven, interdisziplinären und künstlerischen Arbeit entwickelt werden. Für Verwaltung und Vereinsarbeit wird ein Büroraum angemietet, der den lokalen Tanz-Künstler:innen u.a. als Anlaufpunkt für die interdisziplinäre Vernetzung dient.

Villa Wigman für TANZ e.V., Dresden (SN), www.villa-wigman.de
„Schaffung nachhaltiger Strukturen für das Produktionshaus VILLA WIGMAN“

Der Verein „Villa Wigman für TANZ“ betreibt und saniert seit 2019 die ehemalige Schule Mary Wigmans als Produktionshaus für Tanz. Mit der Betreibung des Hauses wurde dringend benötigter Produktionsraum geschaffen, der die Weiterentwicklung der Freien Tanzschaffenden befördert und gleichermaßen das tanzhistorische Erbe bewahrt. Um tragfähige, nachhaltige Strukturen zu schaffen, wird der Verein nun neue Positionen in den Bereichen Betriebsleitung/Disposition, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Akquise und Administration schaffen.

Work of Act GbR, Frankfurt (HE), www.werkstattwoa.org
„Werkstatt“

Die „Werkstatt“ ist ein Mehrzweckraum, der sich sowohl der Entwicklung und Unterstützung der Frankfurter Tanz- und Performanceszene als auch der Vermittlung und Verbreitung ihrer künstlerischen Praxis widmet. Neben der Nutzung als Probenraum finden hier auch regelmäßig Workshops und Veranstaltungen statt. Darüber hinaus ist die „Werkstatt“ ein Treffpunkt für verschiedene Gemeinschaften wie z.B. die Jugendlichen von Joblinge. Work of Act verwaltet den Raum, organisiert und kuratiert das Programm, kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und wird das Projekt im Rahmen der geförderten Maßnahme fortführen und vertiefen.

Yolanda Gutiérrez, Hamburg, www.yolandagutierrez.de
„SHAPE THE FUTURE 2022“

Die Hamburger Choreografin wird ihre bereits durch TANZPAKT RECONNECT geförderte Maßnahme fortführen und erweitern. U.a. will sie mit ihrem festen Team aus fünf Mitarbeiter:innen eine eigene Marketingstrategie entwickeln und die Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen vorantreiben. Darüber hinaus sind die Anmietung und Ausstattung eines Büroraums sowie die Erweiterung der Website um ein digitales Archiv geplant.

Yotam Peled, Berlin, www.yotampeled.com
„Yotam Peled & the Free Radicals: Restructuring and Outreach“

Der Berliner Choreograf entwickelt ein Outreach- und Restrukturierungsprogramm, das sich auf Projektkoordination, Kommunikation, Management und Produktion konzentriert. Das Schaffen einer Basisstruktur soll die Kompanie in die Lage versetzen, neues Publikum zu erreichen und einen nachhaltigeren Work-Flow zu gewährleisten. Neben der Erstellung einer neuen Website soll die Vernetzung mit nationalen und internationalen Partner:innen vorangetrieben werden.

Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V., www.ztberlin.de
„Archiv-Kompliz:innen – TanzArchive in Bewegung“

Das Projekt ist ein Archiv-Pilot, der anhand der Erforschung der Geschichte des zeitgenössischen Tanzes in Berlin neue künstlerische Archivstrategien entwickeln will. Arbeitsbasis ist eine intensive, nachhaltige Zusammenarbeit von Künstler:innen mit ausgewählten Institutionen der Berliner Tanzszene. Langfristige, diverse und inklusive Arbeitsstrukturen und -methoden sollen erprobt und evaluiert werden. Welche Prozesse der nachhaltigen Archiventwicklung – für die Szene/ Künstler:innen und die Institutionen – wirken zukunftsorientiert? So soll die Geschichte des Tanzes von Berlin von der Gegenwart her befragt, verdichtet, sichtbar gemacht und (re)-formuliert werden.

4fürTANZ e.V., Leipzig (SN), www.4fuertanz.de
„TanzIMPULSE 2022“

Der Leipziger Verein will die im Rahmen seiner ersten TANZPAKT RECONNECT geschaffenen Strukturen in nachhaltige post-pandemische Arbeitsweisen überführen und langfristig finanziell und personell handlungsfähig werden, um auf kommende Herausforderungen in der Kulturförderung/-produktion mit bedarfsgerechten Angeboten für Tanzschaffende reagieren zu können. Dabei setzt er auf Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Netzwerkbildung und Profilschärfung: Neben einer personellen Aufstockung wird das Programm um ein Workshop-Festival erweitert. In einer Evaluation werden die Maßnahmen reflektiert und im Hinblick auf nachhaltige, ökonomische Netzwerkarbeit Kooperationen ausgebaut.