FRAGEN ZUR ANTRAGSTELLUNG

1. Wann und wo können Anträge eingereicht werden?
Anträge können ab dem 6. April 2021 ausschließlich digital über das dann online geschaltete Portal der Diehl+Ritter gUG – Träger des Förderfonds INS FREIE! eingereicht werden. Anträge werden bei Erfüllung der Voraussetzungen nach Verfügbarkeit der Mittel bewilligt.

2. Gibt es eine Antragsfrist?
Es gibt keine Antragsfrist. Anträge werden nach Eingang bearbeitet, bis die Fördermittel verbraucht sind.

Diehl+Ritter wird bekannt geben, wenn sich das Ende der Verfügbarkeit von Fördermitteln im Programm INS FREIE! abzeichnet. Aktuelle Informationen finden Sie dann auch unter www.diehl-ritter.de/insfreie

Neben der Erfüllung der formalen Voraussetzungen ist der Eingangstermin für den Erfolg eines Antrags mitentscheidend. Bitte erstellen Sie Ihre Anträge nach Möglichkeit frühzeitig, aber dennoch sorgfältig entsprechend der Richtlinie des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

3. Wer kann einen Antrag stellen?
Der Kreis der Antragsberechtigten hat sich per 07.04.2021 um Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe erweitert. Als antragsberechtigt im Sinne der Förderrichtlinie gelten jetzt Unternehmen, Soloselbständige bzw. Angehörige der Freien Berufe sowie Körperschaften des Non-Profit-Sektors, deren Tätigkeit schwerpunktmäßig und hauptverantwortlich auf die Organisation und Durchführung künstlerischer Veranstaltungen gerichtet ist; dies ist mit dem Antrag anhand geeigneter Unterlagen nachzuweisen (z. B. Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Vereinssatzung). Nur in der Förderlinie B können auch Kommunen Anträge stellen, sofern sie nicht mehr als 20.000 Einwohner haben.

Antragsteller*innen müssen ihren Unternehmenssitz bzw. Wohnsitz im Bundesland Hessen haben.

Wichtig ist, dass die jeweiligen Antragsteller*innen die ordnungs­gemäße Geschäftsführung und Buchhaltung gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) gewährleisten können und in der Lage sind, die Verwendung der Zuwendung bestimmungsgemäß nachzuweisen. Auch müssen die Antragsteller*innen jeweils die finanzielle Eigenleistung zur Realisierung des Vorhabens erbringen können. (Siehe FAQ Punkt 16. „Was ist ein Eigenanteil und wie hoch muss dieser sein?“.)

4. Wer ist Antragsteller*in bei Kooperationsprojekten mit gleichberechtigten Partner*innen?
Auch bei Kooperationsprojekten mit gleichberechtigten Partner*innen gibt es nur eine/n Antragsteller*in, der/die im Falle der Förderung auch Vertragspartner*in von Diehl+Ritter ist. Die diesbezügliche Entscheidung treffen die Kooperationspartner*innen.

5. Können auch Kommunen Anträge stellen
Ja, auch Kommunen können Anträge in der Förderlinie B stellen, sofern sie nicht mehr als 20.000 Einwohner haben und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (Freie Gruppen, Chöre, Kulturveranstalter*innen) ein Freilichtprogramm mit kulturellen Darbietungen organisieren.

6. Beihilferechtliche Grundlagen: Was gilt es zu beachten?
Gemäß Förderrichtlinie Punkt 6. hat der Antragsteller bei Antragstellung ein Wahlrecht hinsichtlich drei alternativ anwendbarer beihilferechtlicher Grundlagen für diese Antragstellung:

- die Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020
- die De-minimis-Verordnung
- die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung „AGVO“
(Abschnitt 11, S. 64 – 67).

Aufgrund der uneingeschränkten inhaltlichen Fokussierung des Förderprogramms INS FREIE! auf kulturelle Veranstaltungen erscheint es aus Sicht von Diehl+Ritter sinnvoll, die Antragstellung auf Grundlage von Art. 53 AGVO vorzunehmen. Deshalb sieht unser Antragsformular unter Punkt 11. „Erklärungen“ folgende Erklärung der Antragsteller*innen vor: „Wir bestätigen, ein kulturelles Veranstaltungsprogramm zu planen und die Förderung für dieses Programm hiermit auf Grundlage von Art. 53 AGVO zu beantragen.“

Sollten Sie alternativ auf Grundlage der De-minimis-Verordnung oder der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 beantragen wollen oder beantragen müssen, nehmen Sie bitte per Mail mit dem Betreff „Beihilfen“ Kontakt mit der Projektleitung auf.

7. Wann ist eine Förderung aus formalen Gründen ausgeschlossen?
Folgende Punkte führen zu einer Absage aus formalen Gründen:
• die Antragsunterlagen sind nicht vollständig
• der Beginn der Maßnahme liegt vor dem Eingangsdatum des Online-Antrags. Der Beginn der Maßnahme liegt vor, sobald der/die Antragsteller*in zur Realisierung seines/ihres beantragten Projekts die erste zur Zahlung verpflichtende Rechtsbeziehung mit einer/einem Dritten eingegangen ist (z.B. abgeschlossener Miet- oder Dienstleistungsvertrag).

8. Wann und wie werden die Antragsteller*innen über die Auswahlentscheidung informiert?
Die Anträge werden laufend nach Eingang schnellstmöglich bearbeitet. Unmittelbar nach der Entscheidung über den jeweiligen Antrag werden die Antragsteller*innen schriftlich über diese Entscheidung informiert. Der Anspruch auf Förderung entsteht allerdings erst durch den Abschluss eines Fördervertrags.

9. Gibt es einen Rechtsanspruch auf eine Förderung?
Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung durch die Diehl+Ritter im Rahmen von INS FREIE!.

10. An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Kontakt:
Martin Roeder (Projektleitung INS FREIE!)
Anja Göbel (Projektkoordination INS FREIE!)
info dot insfreie at diehl-ritter dot de

11. Hygienekonzept: Was muss ich berücksichtigen?
Im Rahmen der Konzeption von Veranstaltungen mit Zuschauer*innen und Gästen müssen die jeweils national, regional und lokal bestehenden Hygieneschutzmaßnahmen sinnvoll umgesetzt und im Verlauf der Umsetzung der Veranstaltung jeweils situationsgerecht adaptiert werden. Bitte orientieren Sie sich jeweils an den aktuellen für Ihr Einzugsgebiet geltenden Hygieneschutzmaßnahmen und Richtlinien.

FRAGEN ZUR FÖRDERUNG UND AUSGABENPLANUNG

12. Was ist eine Festbetragsfinanzierung
Bei der Festbetragsfinanzierung beteiligt sich der/die Zuwendungsgeber*in mit einem festen (nach oben und unten nicht veränderbaren) Betrag an den zuwendungsfähigen Ausgaben. Dieser Betrag verbleibt auch bei Einsparungen und höheren Einnahmen in voller Höhe bei dem/der Zuwendungsempfänger*in, es sei denn, seine/ihre Gesamtausgaben liegen unter dem Zuwendungsbetrag. Dann reduziert sich die Zuwendung um diesen Betrag.

13. Wie lang ist der Bewilligungszeitraum?
Die Fördermittel können nur innerhalb des Bewilligungszeitraums verausgabt werden. Der Bewilligungszeitraum wird durch den Fördervertrag festgelegt.

Bei dem Projekt INS FREIE! beginnt der Bewilligungszeitraum frühestens am 6.4.2021 und endet spätestens am 31.10.2021.

Achtung: Der Nachweis über die zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel muss sechs Wochen nach Ende des jeweils vereinbarten Bewilligungszeitraums vorgelegt werden (s.u. 28.ff Verwendungsnachweis).

14. Welche Fördermittel schließen einander aus?
Es soll sichergestellt werden, dass Covid-Hilfsprogramme des Landes Hessen dort tatsächlich in Anspruch genommen werden, wo sie greifen. Deshalb müssen die Antragsteller*innen im Antragsformular bestätigen, dass sie für ihr Projekt keine Leistungen aus anderen Programmen des Kulturpakets II der Hessischen Landesregierung beantragt haben oder beantragen werden, insbesondere die Unterstützung für Spielstätten. Die Unterstützung auftretender Künstler etwa durch die Brückenstipendien ist aber möglich.

Soweit für eine Maßnahme neben der Förderung aus diesem Programm auch Fördermittel aus anderen – nicht im Zusammenhang mit Covid-19 stehenden – Programmen des Bundeslandes Hessen in Anspruch genommen werden sollen, muss sichergestellt sein, dass die Förderungen unterschiedlichen Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sind. Sollte diese Abgrenzung nicht darstellbar sein, werden die Leistungen des Landes Hessen aus dieser Maßnahme mit anderen Fördermaßnahmen gegenseitig verrechnet (Doppelförderungsverbot). Das Freiluft-Programm INS FREIE! muss als solches in seiner Eigenständigkeit erkennbar sein.

Werden weitere Fördermittel beantragt, etwa aus Programmen des Bundes, sollten diese in der Kalkulation ausgewiesen werden.

15. Gibt es eine Höchstsumme für die beantragte Förderung?
Das Volumen der beantragten Förderung darf in der Förderlinie A eine Höchstsumme von 500.000 Euro und in der Förderlinie B in der Regel 40.000 Euro nicht übersteigen.

16. Was ist ein Eigenanteil und wie hoch muss dieser sein?
Der Eigenanteil im Sinne der Förderrichtlinie ist der Anteil an der Finanzierung, den der/die Antragsteller*in aus eigenen Barmitteln oder aus Förderungen Dritter (Bund, Länder außer Land Hessen, Kommunen) zum Projekt beisteuert. Auch sorgfältig prognostizierte Eintrittsgelder gelten als Eigenmittel. In letzterem Fall bitte die Berechnungsgrundlagen für die angegebene Höhe der Eintrittsgelder mit einer Anmerkung im Kosten-/Finanzierungsplan transparent machen.
Bei der Förderlinie A mit einer Antragshöhe bis max. 500.000 Euro muss der Eigenanteil an der Finanzierung  der Gesamtkosten des Projekts mindestens 25% betragen.
Bei der Förderlinie B mit einer Antragshöhe von i.d.R. bis zu 40.000 Euro kann der Eigenanteil an der Finanzierung deutlich geringer sein, muss aber mindestens 10% der Gesamtkosten des Projekts betragen.
Bei Kooperationen können auch vertraglich zugesicherte Zahlungen der Kooperationspartner als Eigenanteil ausgewiesen werden.
Unbare Leistungen der eigenen Organisation (z.B. Leistungen, die das eigene Personal erbringt) gelten nicht als Eigenanteil.

17. Welche Ausgaben sind zuwendungsfähig?
Grundsätzlich sind alle vorhabenbezogenen Ausgaben zuwendungsfähig, die unmittelbar mit der Veranstaltung zusammenhängen. Das sind u.a.:

• Honorare, KSK, GEMA
• Kosten für Bühnenbild/Requisiten
• Gagen, Reisekosten für Künstler*innen sowie Transportkosten
• Personalkosten für die technische und organisatorische Durchführung wie Techniker*innen und Sicherheitsdienstleistungen
• Dienstleistungen zur Beratung und Erstellung von Bühne und Programm
• Miet- und Aufbaukosten für Bühne, Bühnenelemente und Veranstaltungstechnik
• Mietkosten für Zuschauerbühnen/Bestuhlung/Toilettenanlagen, Büro- und Umkleidecontainer
• Mietkosten für Instrumente/Equipment
• Grundstücksmiet- und entsprechende Mietnebenkosten
• Unmittelbar mit der Veranstaltung im Zusammenhang stehende Sach- und Personalausgaben wie z.B. für Planung, Organisation, Genehmigungsverfahren, für Probenräume, Verwaltung, Werbung, Akquise, Öffentlichkeitsarbeit, Miet- und Leihgebühren, Reise-, Transport- und Unterbringungskosten.
• Investitionen und Beschaffungen mit Zweckbindung an einen kulturellen Open Air-/Spielstätten-Betrieb
• Anschaffungen von Equipment für neue pandemie-taugliche technische Präsentationsformen

Die Förderung von Investitionen ist in der Förderlinie A auf 40.000 Euro und in der Förderlinie B auf 20.000 Euro begrenzt.

18. Welche Ausgaben sind nicht förderfähig?
• Kosten für Immobilienerwerb
• Bewirtungskosten
• Laufende nicht-projektbezogene Sach- und Personalausgaben.

19. Welche Auflagen gibt es für die Verwendung der Fördermittel?
Der Fördervertrag, den Sie im Falle einer Bewilligung mit Diehl+Ritter abschließen, regelt grundsätzlich, wie die Fördermittel verwendet werden müssen und welche besonderen Auflagen zu beachten sind.

Die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung des Landes Hessen ANBest-P und ANBest-GK werden Bestandteil des Fördervertrages.

Zu den wichtigsten Verpflichtungen der Fördermittelempfänger*innen zählen folgende:
• Mitteilungspflicht: Diehl+Ritter ist unverzüglich anzuzeigen, wenn
- Der/die Antragsteller*in für den selben Zweck weitere finanzielle Förderungen von dritter Stelle erhält oder diese beantragt hat,
- der Verwendungszweck oder sonstige für die Bewilligung maßgebliche Umstände des Projekts sich ändern (z.B. Kosten von Teilen des Projekts), sich abzeichnet, dass das Projekt – aus welchen Gründen auch immer – nicht im beantragten Umfang realisiert werden kann.

• Inventarisierungspflicht: Gegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungswert 410,- EURO (Wert ohne MWSt.) übersteigt, müssen inventarisiert werden. Die den Zwecken der Fördermaßnahme entsprechende Verwendung auch über das Ende der Projektlaufzeit hinaus muss für den gesamten Zeitraum der Abschreibung nachweisbar sein. Benutzen Sie dazu bitte unsere „Vorlage Inventarliste“ (unter Downloads /link )

• Verwendungsnachweispflicht: Die dem Förderzweck entsprechende Verwendung der Fördermittel ist Diehl+Ritter innerhalb von sechs Wochen nach dem im Fördervertrag festgelegten Datum des Projektabschlusses nachzuweisen.

20. Wie ist mit Gewinnen aus der Projektdurchführung umzugehen?
Die Förderung darf nicht der Gewinnmaximierung der Veranstalter*innen dienen. Vielmehr ermöglicht die Förderung erst die Durchführung der Veranstaltung im geplanten Umfang. Dieser Grundsatz wird durch den Kosten-/Finanzierungsplan plausibel und nachvollziehbar dargestellt.

21. Muss ein gesondertes Konto für die Maßnahme eingerichtet werden?
Die Einrichtung eines gesonderten Kontos für die Maßnahme ist für Projekte in der Förderlinie A notwendig; allerdings erst, wenn die Maßnahme für eine Förderung ausgewählt und es zum Abschluss eines Fördervertrags kommt.

22. Kann ich mich mit meinem Projekt bei mehreren Förderprogrammen bewerben?
Ja, Sie können sich mit Ihrem Projekt bei mehreren Förderprogrammen unterschiedlicher Träger bewerben, sofern sie dies in Ihrer Kalkulation ausweisen und diese Kalkulation mit den Beiträgen dieser Förderer ausgeglichen ist.
Sollten Sie unsicher sein, ob Sie von dem einen oder anderen Förderer Mittel erhalten werden und sich deshalb zur Sicherheit alternativ bei mehreren Förderern zeitgleich bewerben, müssen Sie sich im Falle mehrerer Zusagen für eine der alternativen Zusagen entscheiden.

Achtung: Ausgeschlossen ist die Doppelförderung durch das Land Hessen innerhalb des laufenden geförderten INS FREIE!-Projekt. Bei einer Bewilligung einer weiteren Förderung Ihrer Organisation durch ein anderes Förderprogramm des Landes Hessen müssen Sie sich also ebenfalls für eines der hessischen Förderprogramme entscheiden und den Antrag bei der zweiten – und gegebenenfalls allen weiteren Stellen – zurückziehen.

FRAGEN ZUR DURCHFÜHRUNG

23. Wann kann ich mit meinem Projekt anfangen und die ersten notwendigen Anschaffungen tätigen („frühestmöglicher Maßnahme- bzw. Projektbeginn“)?
Im Grundsatz gilt: Die Maßnahme darf beginnen, sobald der Fördervertrag mit Diehl+Ritter unterzeichnet ist. Die Förderung ist ausgeschlossen, wenn die Maßnahme bereits vor Abschluss des Fördervertrages begonnen wurde. Der Beginn der Maßnahme liegt vor, sobald der/die Antragsteller*in zur Realisierung seines/ihres beantragten Projekts die erste zur Zahlung verpflichtende Rechtsbeziehung mit einer/einem Dritten eingegangen ist (z.B. abgeschlossener Miet- oder Dienstleistungsvertrag).
Im Online-Antragsformular kann jedoch die Genehmigung des förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginns beantragt werden. Wenn von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, kann die Maßnahme frühestens zum Datum der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns begonnen werden.
Durch die Genehmigung des förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginns entsteht kein Anspruch auf Förderung, d.h. der/die Antragsteller*in trägt das Risiko der Finanzierung der Ausgaben aus eigenen Mitteln bis ein Fördervertrag abgeschlossen ist.

24. Wann stehen die Fördermittel tatsächlich zur Verfügung?
Bei dem Förderprogramm INS FREIE! werden unmittelbar nach Abschluss des Fördervertrages 90% der Fördersumme ausgezahlt und stehen den Fördermittelempfänger*innen während der gesamten Projektlaufzeit zur zweckentsprechenden Verwendung zur Verfügung.
Die restlichen 10% der Fördersumme werden nach Prüfung eines genehmigungsfähigen Verwendungsnachweises ausgezahlt.

25. Ist die organisatorische und inhaltliche Zusammenarbeit (Kooperation) mit anderen Veranstalter*innen und Organisationen Voraussetzung für eine Bewilligung?
Die Förderrichtlinie für INS FREIE! legt fest, dass u.a. folgende Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Projekts von Bedeutung sind:
• die Einbeziehung hessischer Künstler*innen bzw. Gruppen in das Programm der geförderten Veranstaltungen
• die Beteiligung verschiedener hessischer Veranstalter*innen/Kooperationspartner*innen am Programm

Bei der Programmgestaltung sollen vor allem solche Künstler*innen und Gruppen einbezogen werden, deren Programme pandemie-bedingt nicht zur Aufführung kommen konnten. Wenn zu diesem Zweck z.B. mit hessischen Freien Gruppen oder Musikensembles statt einfacher Gastspielverträge Kooperationsvereinbarungen für die gemeinsame Gestaltung und Organisation eines Festivalprogramms abgeschlossen werden, handelt es sich um ein Programm in Kooperation.
Wenn mehrere hessische Veranstalter*innen zusammenarbeiten – z.B. um gemeinsam unter einem Titel ein Feiluftprogramm zu erstellen und/oder gemeinsam eine Freilichtbühne zu bespielen –, handelt es sich auch hierbei um eine Kooperation im Sinne der Förderrichtlinie.

26. Können neben Freilichtveranstaltungen auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gefördert werden?
Nein, es werden ausschließlich Veranstaltungsserien auf Freilichtbühnen und in Open Air-Spielstätten gefördert. Gefördert werden können dabei auch die technische Erweiterung bestehender Open Air-Spielstätten, die Erweiterung des künstlerischen Programms sowie die Einrichtung neuer Pandemie-kompatibler Pop Up-Spielstätten für Veranstaltungen im gesamten hessischen Landesgebiet.

27. Spielt der Anlass der geplanten Veranstaltungen eine Rolle bei der Entscheidung über deren Förderungswürdigkeit?
Für die Förderlinien A und B gilt gleichermaßen: Die geförderte kulturelle Darbietung muss selbst im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen und darf nicht nur zur Begleitung oder zur Steigerung der Attraktivität eines gastronomischen Events, einer Messe, eines Jahrmarkts oder Mittelalterspektakels geplant worden sein.

FRAGEN ZUR ABRECHNUNG

28. Wie erfolgt der Nachweis der Verwendung?
Der Verwendungsnachweis besteht aus einem kurzen Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis.
Der Sachbericht geht auf das Programm des Projekts und gegebenenfalls auf besondere organisatorische Herausforderungen im Rahmen der Durchführung ein. Er sollte nicht mehr als 3500 Zeichen inkl. Leerzeichen betragen.
Im zahlenmäßigen Nachweis werden der genehmigten Ausgaben- und Einnahmenkalkulation die tatsächlichen Ausgaben und Einnahmen gegenübergestellt und mit einer Liste der Rechnungen und Zahlungsbelege belegt. Bitte verwenden Sie hierfür ausschließlich die von Diehl+Ritter (gegebenenfalls als Online-Formular) bereitgestellte Vorlage für Verwendungsnachweise. Es kann sein, dass Diehl+Ritter stichprobenartig einzelne Belege zur Belegliste oder die gesamte Belegserie prüft. Dazu werden die Belege gesondert angefordert.

29. Wann erfolgt der Nachweis der Verwendung?
Der Nachweis über die zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel muss sechs Wochen nach Ende des jeweils vereinbarten Bewilligungszeitraumes eingereicht werden.

30. Was ist, wenn die tatsächlichen Kosten in den Einzelansätzen über den bewilligten Kosten liegen?
Bei Festbetragsförderung ist das kein Problem, solange die Überschreitungen durch entsprechende Einsparungen in anderen Kostenansätzen oder durch Mehreinnahmen ausgeglichen werden kann.
Es ist allerdings ausgeschlossen, dass Diehl+Ritter die Förderung nachträglich erhöht. Das Risiko der Überschreitung der Gesamtkosten trägt der Antragsteller.

31. Was ist, wenn die Gesamtkosten des Projekts nach Abschluss höher sind als die beantragten Gesamtkosten?
Der/die Fördermittelempfänger*in ist selbst dafür verantwortlich, die Kosten im vereinbarten Rahmen zu halten. Die Überschreitung dieses Rahmens muss er/sie durch eigene Mittel oder Mittel Dritter gegenfinanzieren. Das Risiko für den etwaigen Ausfall dieser Gegenfinanzierung trägt er/sie selbst.
Diehl+Ritter steht nicht für im Rahmen der Projektdurchführung entstandene Mehrkosten ein.

32. Kann es zu Rückforderungen der Fördermittel kommen?
Die Förderung für das Projekt INS FREIE! wird an bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft, die der Fördervertrag und die Allgemeinen Nebenbestimmungen für die Projektförderung des Landes Hessens (ANBest-P) festlegen. Die ANBest-P sind Bestandteil des Fördervertrags. Im Falle von antragstellenden Kommunen sind die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an Gebietskörperschaften und Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften des Landes Hessen (ANBest-GK) Bestandteil des Fördervertrages.
Wenn diese Bedingungen und Bestimmungen im Zuge der Durchführung nicht eingehalten werden, sich die Voraussetzungen für die Förderung aufgrund falscher oder unvollständiger Angaben des/der Antragsteller*in als nicht richtig erweisen oder der/die Fördermittelempfänger*in die Fördermittel nicht zweckentsprechend verwendet, können Teile der Förderung oder die Föderung als Ganzes zurückgefordert werden.
Bitte lesen Sie deshalb die ANBest-P und/oder ANBest-GK sehr genau und achten Sie immer auf die Einhaltung der Vereinbarungen des Fördervertrages. Im Zweifel nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, um Ihre Fragen zu klären.